Volle Aufmerksamkeit

Volle Aufmerksamkeit zu geben oder zu bekommen, ist selten. Meistens teilen wir unsere Aufmerksamkeit auf, tun mehrere Dinge gleichzeitig oder sind in Gedanken ganz woanders. Hundertprozentig bei der Sache sind wir nicht oft.

Aus diesem Grund bemerken wir vielfach nicht, wenn jemand unsere volle Aufmerksamkeit benötigt, weil er oder sie sich gerade nicht gut fühlt. Häufig weiss man nicht einmal selbst, dass man sich mehr Aufmerksamkeit wünscht, und falls doch, sagt man es ungern direkt.

Dieses Gefühl der fehlenden Aufmerksamkeit – unabhängig ob bewusst oder unbewusst – zeigt sich deshalb indirekt durch Handlungen, Zeichen, Emotionen oder ähnliches. Und diese Anzeichen sind für andere nicht so leicht zu verstehen. Insbesondere, weil – und damit kommen wir zum Anfang zurück – unsere Aufmerksamkeit geteilt und nicht voll bei der Person gegenüber ist.

Gestern schaute ich meinem Mann über die Schulter, als er versuchte, die Internetinstallation nach einem Austausch einer Komponente wieder zum Laufen zu bringen. Und da sah ich folgenden Hinweis auf dem Bildschirm: «Ihre Installation benötigt Aufmerksamkeit».

Wieviel leichter hätten wir es alle, wenn Menschen dies auch so mitteilen würden! Am besten käme diese Information direkt aus dem Unterbewusstsein, noch bevor es die Person selbst erkennt … so gäbe es weniger quengelnde Kinder, enttäuschte Partnerinnen und Partner, unzufriedene Mitarbeitende, und und und.

Das wäre eine wirklich tolle Sache. Als realistische Alternative können wir uns selbst immer wieder daran erinnern, unsere Aufmerksamkeit weniger zu teilen. Wenn es um Menschen geht, dann ist volle Aufmerksamkeit durch nichts zu ersetzen und ganz besonders wertvoll. Aber keine Sorge: Stricken und fernsehen, kochen und Musik hören, ja auch duschen und singen geht weiterhin gut gleichzeitig, sofern wir dies möchten.

Aufmerksamkeit ist auch bei uns in der Lösungs-Fabrik oft ein Thema. Beispielsweise im Laufbahncoaching, wenn Kundinnen und Kunden zu Beginn noch nicht genau wissen, worauf sie zukünftig ihre berufliche Aufmerksamkeit richten möchten.

Interessieren Sie sich für ein Coaching oder eine Weiterbildung? Melden Sie sich jederzeit für ein unverbindliches Kennenlern-Gespräch an. Wir freuen uns auf Sie und Sie dürfen mit unserer vollen Aufmerksamkeit rechnen!

Ziele – gut gewählt

Ziele bieten eine von zahlreichen Möglichkeiten, sich im Leben zu orientieren. Viele Menschen führen ein gutes und glückliches Leben, ohne sich selbst Ziele zu setzen. Sie halten sich beispielsweise an persönliche Werte oder Vorbilder oder haben entschieden, sich vom Leben und seinen Entwicklungen überraschen zu lassen. Wir alle sind dazu herausgefordert, den für uns selbst passenden Weg durchs Leben zu finden.

Da Ziele im Schul- und Berufsleben allgegenwärtig sind, finden es heute viele wichtig und logisch, sich selbst auch persönliche Ziele zu setzen. Da spricht natürlich nichts dagegen, aber es gibt einen wichtigen Punkt zu beachten: Es gibt gute und schlechte persönliche Ziele. Solche die zu Zufriedenheit führen und solche, die einen nicht glücklich machen. Wo aber liegt der Unterschied?

Gute Ziele beinhalten auf jeden Fall die folgenden Punkte:

  • sie sind auf irgendeine Art messbar, so dass man zu jeder Zeit überprüfen kann, ob man noch auf dem richtigen Weg ist
  • sie führen bereits auf dem Weg zum Ziel zu glücklichen Momenten, entweder weil der Weg für sich alleine schon Freude bereitet oder weil man regelmässig Teilerfolge feiern kann
  • sie sind motivierend und attraktiv
  • sie sind positiv formuliert (keine verneinenden Formulierungen)
  • sie sind gründlich daraufhin überprüft worden, ob der definierte Endzustand bei der Zielerreichung auch wirklich das verspricht, was man sich wünscht
  • sie beziehen sich nicht nur auf einen Lebensbereich (z.B. die berufliche Karriere), sondern umfassen entweder das gesamte Leben oder sind ein Teil von ein paar parallel laufenden Zielen, die zusammen alle Lebensbereiche abdecken
  • sie beinhalten die Möglichkeit, sie flexibel an neue Lebenssituationen anzupassen oder sogar ganz aufgeben zu dürfen, sofern sie nicht mehr passen
  • sie sind so definiert, dass man genau weiss, wie man an der Zielerreichung arbeiten kann, weil der Weg offensichtlich ist

Insbesondere der letzte Punkt beinhaltet etwas ganz Zentrales. Wer sich nämlich ein Ziel wie beispielsweise „erfolgreich sein“ oder „glücklich sein“ setzt, der wird es schwer haben, daraus einen konkreten Weg abzuleiten. Wer sich hingegen für ein Ziel wie „ein in der Region für gute Arbeit bekanntes Handwerksunternehmen zu führen“ entscheidet, wird dieses viel einfacher verwirklichen können. Denn so ein Ziel sagt bereits viel über den Weg aus und birgt die Chance, dass man dadurch auch erfolgreich und glücklich werden kann.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wer sich selbst gerne Ziele setzt, auf jeden Fall gut daran tut, gründlich darüber nachzudenken. Denn nur gute Ziele machen bereits auf dem Weg Freude und sind motivierend. Und wenn wir sie erreichen, werden wir nicht enttäuscht feststellen müssen, dass wir gar nie dahin wollten, wo wir angekommen sind.

Möchten Sie in einem Coaching über Ihre persönlichen Ziele oder über eine ganz andere Art von Wegweisern in Ihrem Leben sprechen, dann sind Sie bei uns in der Lösungs-Fabrik genau richtig. Wir freuen uns auf Sie!

Regeln – einhalten oder brechen?

Betreffend Regeln haben wir in der Lösungs-Fabrik zwei Herzen in der Brust. Natürlich halten wir uns an Gesetze und Regeln, beispielsweise aktuell an die Vorschriften und Empfehlungen in der Corona-Krise. Dazu haben wir selbstverständlich ein Schutzkonzept erstellt und wir halten uns an Abstands- und Hygieneempfehlungen, keine Frage! Denn Gesetze und Regeln sind für das erfolgreiche Miteinander wichtig.

Aber: Im Coaching ist es oft hilfreich, Regeln oder Gewohnheiten in Frage zu stellen. Denn manchmal hält man sich an Regeln, die man irgendwann gelernt und seither nie mehr hinterfragt hat. Oder an ungeschriebene Gesetze, von denen man denkt, dass man sie einhalten sollte. Auch selbst zurechtgelegte Regeln, die früher perfekt gepasst haben und einem das Leben erleichterten, passen vielleicht plötzlich nicht mehr. Und dies kann einen in schwierige Situationen bringen. Manche geraten in ein Burnout, weil sie mal gelernt haben, dass gut nicht gut genug ist. Oder unterdrücken ihre Ängste, weil sie denken, dass schwach ist, wer Angst hat. Da lohnt es sich definitiv, solche Regeln in Frage zu stellen.

Deshalb ist das etwas, was wir in Coachings oft tun: Regeln hinterfragen. Woher kommen sie? Was machen sie mit uns? Wem hilft es, wenn wir sie befolgen und wem nicht? Was würde geschehen, wenn wir sie brechen oder anpassen? So kommen wir gemeinsam zu guten neuen Lösungs-Ideen und finden heraus, welche nicht mehr funktionierenden Regeln guten Gewissens gebrochen werden können.

Wenn es auch in Ihrem Leben Regeln gibt, die Sie in einem Coaching gerne einmal hinterfragen oder umformulieren möchten, melden Sie sich bei uns. In der Lösungs-Fabrik unterstützen wir Sie gerne dabei, Ihre eigenen Regeln zu definieren, damit Sie Ihr weiteres Leben so gestalten können, wie Sie es möchten. Das funktioniert auch bestens während der aktuellen Krise, mit Plexiglaswand, Abstand und Desinfektionsmittel, ganz so wie im Schutzkonzept geregelt. Wir freuen uns auf Sie!

Entspannte Weihnachten

Wir wünschen all unseren bisherigen und zukünftigen Kundinnen und Kunden wunderschöne und stressfreie Weihnachtstage. Und ja, wir wissen, dass das gar nicht so einfach ist. Der Dezember ist ein Monat mit vielen Terminen und grossen Erwartungen. Und alles will vor Ende Jahr noch fertig und erledigt werden. Besuche von Verwandten, Gespräche über schwierige Themen und perfekte oder auch mal weniger perfekte Geschenke – all das kann ganz schön stressig sein. Die Weihnachtszeit dennoch zu geniessen, ist eine Herausforderung, der man sich unbedingt stellen sollte.

Das Gute ist: Wer diese Challenge im aktuellen Jahr noch nicht ganz zufriedenstellend löst, kriegt in 12 Monaten die nächste Chance. Und wir wollen dabei helfen, dem Ziel näher zu kommen: Wer sich bei uns bis Ende Januar 2020 für ein „Ich werde Weihnachten 2020 viel entspannter sein und es mehr geniessen“-Coaching anmeldet, erhält den ersten Termin dieses Coachings kostenfrei. Das ist unser Weihnachts-Geschenk an Sie, liebe bisherigen und zukünftigen Kundinnen und Kunden der Lösungs-Fabrik.

In diesem Sinne: Alles Gute für Ihre Weihnachts-Challenge und einen tollen Start im neuen Jahr. Wir freuen uns auf ein spannendes und erfolgreiches 2020 mit Ihnen!

Doppelleben – Ausstieg oder nicht?

Unter einem Doppelleben versteht man verschiedene Lebensbereiche, die strikt voneinander getrennt und dem Umfeld teilweise verschwiegen werden. Ein Doppelleben hat nichts mit verschiedenen Rollen im Leben (z.B. Mutter, Partnerin, Teamleiterin) und den entsprechend unterschiedlichen Verhaltensweisen zu tun. Bei einem Doppelleben geht es darum, dass etwas aktiv verheimlicht wird.

Viele Menschen führen eine Art von Doppelleben. Dabei muss es nicht unbedingt um grosse Täuschungen, Lügen und Betrug gehen. Doppelleben existieren auch im kleineren Ausmass, trotzdem können sie eine starke persönliche Belastung bedeuten.

Wie beginnt ein Doppelleben?

Beim Beginn eines Doppellebens spielen häufig Angst vor Zurückweisung sowie Scham- oder Schuldgefühle wegen Bedürfnissen, die von der Gesellschaft oder dem eigenen Umfeld nicht toleriert würden, eine wichtige Rolle. Das Geheimhalten soll einen selbst oder andere vor Verletzungen und Ablehnung schützen.

Dabei kann das Versteckspiel zu Beginn sogar ganz harmlos sein und Spass machen. Beispielsweise, wenn man sich heimlich mit jemandem trifft, der bei den bisherigen Freunden nicht gut ankäme. Oder es passiert unbewusst. Man verheimlicht vielleicht gewisse Persönlichkeitsanteile, weil man davon ausgeht, dass diese nicht in ein neues Umfeld passen würden.

Mit der Zeit entwickeln sich die beiden separaten Leben weiter und werden immer umfassender. Es benötigt laufend mehr Energie, sie strikt voneinander zu trennen und geheim zu halten. Den Anschein aufrecht zu erhalten, dass alles normal ist, wirkt dabei immer belastender.

Ist ein Ausstieg immer das Richtige? Was, wenn ich nicht aussteigen will oder kann?

Die Entscheidung für oder gegen einen Ausstieg ist nicht leicht. Es geht darum, die persönliche Belastung für die Aufrechterhaltung des Doppellebens mit der möglichen Belastung beim Ausstieg zu vergleichen. Auch wenn es – bei all den möglichen Schwierigkeiten und Verletzungen beim Ausstieg – viel Stärke und Mut braucht: Falls Sie unter den Heimlichkeiten stärker leiden als sie es vermutlich unter den Folgen des Ausstiegs tun würden, dann ist der richtige Zeitpunkt für eine Beendigung des Doppellebens gekommen.

Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, das Doppelleben zu beenden, ohne es jemandem zu sagen. Sozusagen ein stiller Rückzug aus einem Teil des Doppellebens. Oder man könnte mit einem Teilausstieg beginnen, indem man in einem der beiden Leben den anderen Teil offenlegt.

Ist hingegen klar, dass ein Ausstieg (im Moment) nicht sinnvoll oder möglich ist, geht es darum, Belastungen durch das Aufrechterhalten des Doppellebens so gut wie möglich abzufedern. Dies geht vor allem durch die Unterstützung von nahestehenden, eingeweihten Personen.

Und wenn ich mich für den Ausstieg entscheide – wie weiter?

Je länger so ein Doppelleben geführt wird, desto schwieriger wird es, sich davon zu lösen. Der Schaden, der durch die Offenlegung angerichtet werden könnte, wird durch die Dauer immer grösser. Es ist trotzdem wichtig, nicht überstürzt zu entscheiden und zu handeln. Überlegen Sie sich vorher genau, was Sie wollen und wie Sie dies erreichen möchten.

Bei der Auflösung Ihres Doppellebens gibt es sehr wahrscheinlich Verwirrung und verletzte Gefühle bei Personen in Ihrem Umfeld. Deshalb ist es für die Vorbereitung auf den Ausstieg hilfreich, sich auch mit den möglichen „Worst-Case-Szenarios“ zu beschäftigen. Was könnte schlimmstenfalls passieren und wie würden Sie damit umgehen?

Auch wenn es schwer fällt, sich diesen Fragen zu stellen, es kann Ihnen später helfen, mit schwierigen Situationen umzugehen. Denn mit der Aufklärung des Umfelds hat der Ausstieg erst begonnen. Danach geht es darum, den Anderen Zeit zu lassen, um die Enthüllungen zu „verdauen“. Allenfalls können Sie sie auf Wunsch dabei unterstützen, die Situation verstehen zu können und wieder Vertrauen aufzubauen. Dies alles geht – selbst wenn es gut gelingt – nicht immer harmonisch vonstatten und dauert einige Zeit.

Unterstützung suchen

Unabhängig ob für einen Ausstieg oder für das Aufrechterhalten Ihres Doppellebens: Suchen Sie sich Unterstützung! Es ist wichtig, dass Sie jemanden haben, mit dem Sie offen über die Dilemmas, die ein Doppelleben beinhaltet, sprechen können.

Auch eine externe Unterstützung durch ein Coaching ist hilfreich. Mit einem Coach als Sparring Partner schaffen Sie für sich mehr Klarheit über Ihre Gedanken und Gefühle und finden heraus was Sie wirklich wollen. So fällt Ihnen die Entscheidung für oder gegen eine Weiterführung Ihres Doppellebens leichter. Ein Coach kann Ihnen auch dabei helfen, die Folgen Ihrer Entscheidung besser zu tragen, sei es durch die Begleitung in der ersten schwierigen Zeit nach einem Ausstieg oder durch die gemeinsame Suche nach Möglichkeiten für die Verminderung der Belastungen bei Weiterführung des Doppellebens.

Sie möchten Klarheit über Ihr eigenes Doppelleben gewinnen? Wir von der Lösungs-Fabrik unterstützen Sie sehr gerne dabei. Melden Sie sich jederzeit für ein unverbindliches und kostenloses Kennenlerngespräch bei uns an.

Veränderte Erinnerungen

Haben Sie so etwas auch schon erlebt? Sie sprechen mit jemanden über ein gemeinsames Erlebnis in der Vergangenheit und die Erinnerungen von Ihnen beiden sind so weit auseinander, als sprächen Sie von zwei verschiedenen Geschichten? Ihr Gesprächspartner erinnert sich beispielsweise völlig anders an die eigenen Gefühle und Handlungen als Sie? Vermutlich ist Ihre Antwort: ja! Wir alle kennen solche Situationen, wo wir fast nicht glauben wollen, dass jemand sich mit einer so starken Überzeugung so falsch erinnern kann.

Auch wenn es schwierig nachzuvollziehen ist, es gibt eine gute Erklärung für die verfälschten Erinnerungen. Gehirnforscher haben festgestellt, dass jede Erinnerung ein aktiver Vorgang im Gehirn ist, bei dem eine erneute Abspeicherung der Erinnerung stattfindet. Und dabei kann diese verändert werden. Beispielsweise dadurch, dass wir eine Situation aus alten Zeiten beim Erinnern mit unserem heutigen Wissen und der grösseren Erfahrung, neu bewerten. Oder dass wir eine Erinnerung an eine nicht so heldenhafte eigene Tat unbewusst zu unseren Gunsten verändern, denn wir denken grundsätzlich nicht gerne schlecht von uns selbst.

Im Coaching können wir diese Eigenart des Gehirns nutzen. Wir schauen gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden stressige Gedanken und Erinnerungen an und entdecken neue Aspekte, neue Seiten oder neue Sichtweisen. Dadurch wird die Erinnerung verändert und kann so weniger stressbehaftet ins Gedächtnis zurückgelegt werden. Dies geschieht ganz unbewusst und automatisch.

Danach – wenn unsere Kundinnen und Kunden ihre Sorgen plötzlich mit ganz anderen Augen sehen – hören wir oft: „Ich wusste eigentlich schon immer, dass das gar kein Problem für mich darstellt, ich war nur kurzzeitig etwas verwirrt …“.

In solchen Momenten sieht dann unsere Erinnerung meistens etwas anders aus, als die unserer Kundinnen und Kunden. Aber keine Angst, wir widersprechen Ihnen dann sicher nicht, schliesslich geht es in unseren Coachings um Ihr Ziel und dieses ist damit ja bestens erreicht.

Experten-Interview für den ProntoPro-Blog

Der ProntoPro-Blog hat uns von der Lösungs-Fabrik als Experten zu den Themen Laufbahncoaching und Business Coaching interviewt. Die Fragen und unsere Antworten können Sie gerne hier nachlesen (Klick aufs Bild):

Wir freuen uns sehr über das Interesse an unserer Arbeit und über den gut geschriebenen Artikel von Verena Arnold.

Frühling ist Veränderungszeit

Während sich die einen frisch in ihre bisherigen oder neuen Partner verlieben, gehen andere mit viel Energie an diverse Veränderungsprojekte heran. Der Frühling mit seinen sonnigeren und wärmeren Tagen macht Lust darauf, Neues anzugehen oder Altes zu verändern. Nutzen Sie diese Energie! Selbst wenn Sie nur kleine Projekte umsetzen, erhöhen diese Ihre Zufriedenheit höchstwahrscheinlich.

Doch was tun, wenn man zwar etwas angehen und verändern möchte, aber einfach den Anfang nicht findet? Oft geschieht dies wegen Gefühlen von Unsicherheit oder Angst. Denn Veränderung trägt immer etwas Unbekanntes in sich. Möglicherweise führt eine Veränderung nicht zum gewünschten Ziel oder sie setzt etwas in Gang, das man gar nicht wollte. Solche Erfahrungen könnten einen frustrieren und von der Umsetzung weiterer Veränderungsprojekte abhalten. Wer sich solche Gedanken macht, findet meist zu wenig Energie für eine Veränderung.

Vorsicht ist auf alle Fälle wichtig, denn sie schützt uns davor, zu grosse Risiken einzugehen. Doch sie kann einen auch daran hindern, etwas zu verändern, das gut für einen wäre. Dass Vorsicht sowohl als Schutz als auch als Behinderung auftritt, macht die Entscheidung für oder gegen eine Veränderung oft schwierig. Und da Veränderung immer auch Arbeit bedeutet und manchmal sogar schmerzhaft ist, entscheiden wir uns öfter, sie sein zu lassen.

Schade ist dies vor allem dann, wenn wir ganz aufhören, etwas zu verändern und zu sehr am Status quo hängen. Dies ist nicht nur schlecht für die persönliche Entwicklung, es macht auch Situationen schwierig, in denen wir Veränderungen nicht verhindern können. Erzwungene Veränderungen, beispielsweise im Berufsleben, gelingen uns viel besser, wenn wir daran gewöhnt sind, uns neuen Situationen aktiv anzupassen und auf einige positive Veränderungserfahrungen zurückgreifen können.

Unsere Empfehlung an die eher Veränderungsunwilligen ist deshalb: Nutzen Sie die Energie des Frühlings und gehen Sie Veränderungen an. In kleinen Schritten und mit Pausen zwischen den Schritten. Und entscheiden Sie erst nach der Pause über den nächsten Schritt. So kann sich Ihre neue Situation wieder stabilisieren und Sie haben Zeit, sich die Situation genau anzuschauen und einen passenden nächsten Schritt zu planen. Und wenn Ihnen Veränderung selbst mit kleinsten Schritten nicht gelingt, holen Sie sich Unterstützung. Ein Coaching kann Ihnen dabei helfen, Ihre Veränderungsfähigkeiten zu analysieren und zu verbessern. Wir von der Lösungs-Fabrik sind jederzeit gerne für Sie da.

Humor im Coaching

In den allermeisten Fällen hilft es, wenn man sich eine Situation nicht nur mit ernstem Blick, sondern auch mit etwas Humor anschaut. Dies gilt ebenfalls – oder sogar ganz besonders – in Coachings. Denn durch Humor erhält man sehr rasch etwas Abstand von einem schwierigen Thema und dies erweitert den eigenen Blickwinkel. Es wird einfacher, das grosse Ganze zu betrachten und neue Ideen für Lösungen zu entwickeln. Mit Humor zu arbeiten, bedeutet nicht, den Ernst der Lage nicht wahrzunehmen. Es benötigt beides, ernsthafte Gedanken sowie humorvoller Abstand.

Lachen gilt zudem als tolles Entspannungsmittel, das sehr rasch hilft. Menschen, die sich für ein Coaching entscheiden, stecken oft in einer Krise und es ist ihnen nicht unbedingt nach Lachen zu Mute. Schaffen sie es trotzdem, mit Humor auf ihre Situation zu blicken, fällt meistens rasch etwas von der Anspannung ab. Lachen kann einen positiven Kreislauf starten: Es nimmt dem Thema den grössten Schrecken, entspannt und aktiviert die Kreativität für Lösungs-Ideen.

Wir freuen uns deshalb sehr darauf, gemeinsam mit Ihnen im Coaching ernsthaft nachzudenken und zwischendurch auch mal herzhaft zu lachen.

Jobsuche mit 50+: Herausforderung und Chance zugleich?

Eine aktuelle Studie von HR Today und Rundstedt enthält viel Interessantes zum Thema Arbeitsuche von Personen ab 50 Jahren. Was wir besonders spannend fanden: Diese Altersgruppe ist weniger häufig arbeitslos als andere und falls doch, dann finden sehr viele wieder eine Arbeit. Die Stellensuche dauert einfach oft etwas länger als bei jüngeren Personen. Dieses Ergebnis verwundert und erfreut zugleich, denn: Liest oder hört man aktuell Kommentare zu diesem Thema, erhält man das Gefühl, dass sich das Bewerben für Personen über 50 gar nicht mehr lohne, da es sowieso keine Chancen mehr gäbe. Gut zu wissen, dass dem überhaupt nicht so ist!

Aber was bedeutet dies nun für jemanden in dieser Altersgruppe, der die Stelle verliert? Wie kann man allfälligem Pessimismus, Frust und Ängsten nach der Kündigung oder nach den ersten Absagen begegnen? Wie gelingt es, so lange positiv und hoffnungsvoll dran zu bleiben, bis sich eine gute Chance auftut?

Diese Fragen sind nicht so leicht zu beantworten, da jede und jeder anders mit einer solchen Erfahrung umgeht und das passende Stellenangebot individuell verschieden ist. Die Studie liefert dazu leider auch keine Universallösung, sondern empfiehlt vor allem, positiv und hoffnungsvoll zu bleiben.

Fachleute, die in der Studie zu Wort kommen, sprechen zudem auch Schwierigkeiten und Vorurteile an, mit denen sich viele ältere Bewerberinnen und Bewerber bei der Stellensuche konfrontiert sehen. Offensichtlich sind diese aber überwindbar oder nicht bei allen potentiellen Arbeitgebern gleichermassen vorhanden.
Unsere persönliche Erfahrung im Berufsalltag sowie als Coach zeigt, dass sich auch auf Seiten der Bewerbenden viele mit der Situation schwer tun. Manche trauen sich selbst zu wenig zu und können potentielle Arbeitgeber deshalb nicht von sich überzeugen. Andere hängen so sehr am Bisherigen fest, dass sie sich nicht auf die notwendigen Veränderungen einlassen können, die ein neuer Arbeitsplatz erfordert. Wieder anderen setzt die Enttäuschung über die Entlassung so zu, dass es ihnen im Bewerbungsgespräch nicht gelingt, ihren bisherigen Werdegang und ihre Berufserfahrung positiv zu verkaufen.

Alle diese Effekte – die Aufzählung ist sicher nicht abschliessend – verstärken sich oft über die Dauer und die Anzahl der Absagen und setzen für die Bewerbenden einen negativen Kreislauf in Gang, der die Stellensuche stark erschwert. Es ist sehr schade, wenn eine Anstellung aus solchen Gründen scheitert. Und dies ist nicht nur für die Arbeitnehmer ungünstig, auch den Arbeitgebern gehen so gute Bewerber mit viel wertvoller Berufs- und Lebenserfahrung verloren.

Bei all diesen Schwierigkeiten darf man eines ebenfalls nicht vergessen: Arbeit zu haben, ist für die Gesundheit ein ganz zentraler Faktor. Eine Arbeitsstelle sorgt für soziale Kontakte, motiviert durch neue Herausforderungen und bringt persönliche Erfolgserlebnisse.

Unser Fazit lautet deshalb: Arbeitssuche mit 50+ ist eine grosse Herausforderung, die von den Bewerbenden sehr viel Initiative und Optimismus erfordert. Vor allem aber ist sie ein lohnendes Projekt, da Arbeit zu haben Zufriedenheit und Gesundheit fördert und da sich der Erfolg der Suche mit recht grosser Wahrscheinlichkeit irgendwann einstellt.

Wir von der Lösungs-Fabrik wünschen deshalb allen Stellensuchenden, selbstverständlich auch den jüngeren, ganz viel Erfolg! Und falls Sie sich für diese Herausforderung Unterstützung holen möchten: Die Lösungs-Fabrik kann Ihnen zwar keine neue Stelle vermitteln, aber in unseren Coachings können wir an Ihrem persönlichen Thema arbeiten. Sei dies, dass Sie die eigenen Stärken besser erkennen und „verkaufen“ möchten, dass Sie mit der Enttäuschung oder Verbitterung aus dem letzten Arbeitsverhältnis abschliessen wollen oder es Ihnen darum geht, herauszufinden, was Sie zukünftig beruflich zufrieden machen würde. Welches Thema Sie auch immer beschäftigt, wir freuen uns auf Sie!

PS: Der entsprechende Teil der Studie zum Thema Arbeit mit 50+ kann übrigens hier nachgelesen werden:

Panel Ü 50 (Juli 2018)